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Herrenchiemsee Festpiele

Els Biesemans

DURCH DIE ZEITMASCHINE

Sie ist Pianistin, Organistin, Kammermusikerin, Initiantin und Leiterin des Zürcher Fortepiano Festivals «Flügelschläge». Els Biesemans zeichnet sich durch stilvolle und unkonventionelle Programme aus. Eine Virtuosin mit warmer Ausstrahlung. Das nuancierte Spiel, ihre Frische und Eleganz entfalten die Klangvielfalt 200-jähriger Hammerflügel, der Orgel, des Cembalos und des modernen Konzertflügels. Bekannt ist Els Biesemans als brillante Interpretin berühmter Komponisten und Komponistinnen ebenso wie als Entdeckerin verlorener musikalischer Perlen. Ob Schumann, Beethoven, Hensel oder Chopin: Musik aus einer anderen Zeit wie «durch die Zeitmaschine» erklingen zu lassen, ist ihr Motto.

2021

Els Biesemans Klavier-Jahr steht 2021 im Zeichen Beethovens und des musikalischen Aufbruchs 1790-1830. Das Fortepiano Festival «Flügelschläge» und ihr neues CD-Projekt widmen sich Ludwig van Beethoven wie auch seinen damals bejubelten, heute fast vergessenen Zeitgenossen Hummel, Steibelt, Clementi, Dussek, Vorisek. Die Pianistin spielt die temperamentvolle Anthologie auf ihrem Wiener Hammerflügel von Joseph Brodmann, Jg. 1824. Auf der Orgel ist Els Biesemans 2021 vor allem in Belgien, Deutschland, Frankreich und in der Schweiz zu hören. Ein weiteres Projekt der Künstlerin ist die Aufführung am Cembalo von Werken des zeitgenössischen Schweizer Komponisten Peter Mieg (1906-1990).

MUSIKALISCHES PORTEFEUILLE

Ihr musikalisches Portefeuille weist viele Facetten auf. Nach dem Studium am Lemmens-Institut in Leuven in Klavier, Orgel und Kammermusik spezialisiert sich Els Biesemans an der Schola Cantorum Basiliensis in der Tastenvielfalt des 18. und 19. Jahrhunderts. Mit einem vom Mittelalter bis zur Moderne reichenden Repertoire erspielt sich Els Biesemans zahlreiche internationale Auszeichnungen. Die 1978 in Antwerpen geborene Künstlerin ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe in Brügge, Paris, Prag, Tokyo und Montréal. Sie gewann den Ciurlionis-Wettbewerb in Vilnius und den Arp-Schnitger-Preis in Bremen.

Heute führt die Künsterin eine erfolgreiche Konzertkarriere in ganz Europa, Japan, Kanada und den USA. Als Pianistin, Organistin, Kammermusikpartnerin gastiert sie in den Philharmonien Berlin und Essen, in der Tonhalle Zürich, in der Salle Philharmonique de Liège, im BOZAR und AMUZ in Brüssel und Antwerpen, im Palacio Euskalduna von Bilbao, in der Philharmonie Ekaterinburg und Omsk, in der Maison de Radio France in Paris. Regelmässig tritt sie am Musikfest Bremen, Bach-Festival Montréal, Mozartfest Würzburg, Bachfest Leipzig, im Festival des Forêts in Compiègne und in den Concerti der Accademia Bartolomeo Cristofori in Florenz auf. Zu ihren künstlerischen Partnern gehören der Cellist Pieter Wispelwey, die Sänger Julian Prégardien, Andreas Wolf und Christian Immler, die Schauspielerin Mona Petri, Andrea Marcon mit dem Orchester «La Cetra» und das Orchester Capriccio Basel.

Aus der Vorliebe heraus, Musik aus anderen Epochen «heute wie damals» erleben zu lassen, sind CDs mit Werken entstanden, die erstmals von Els Biesemans auf einem historischen Flügel eingespielt wurden: Die Sonaten für Violine und Klavier von Franz Xaver Sterkel (Ramée, 2017), der Klavierzyklus von Fanny Hensel-Mendelssohn «Das Jahr» (Genuin, 2012), Franz Liszts Übertragungen für Pianoforte von Schuberts «Winterreise» (Genuin, 2014), das gesamte Orgelwerk von Maurice Duruflé und weitere Aufnahmen symphonischer Orgelwerke. Die neue CD mit Beethovens virtuosem Freundeskreis erscheint 2021 bei Alpha Classics.

‚EN FAMILLE‘ MIT BRODMANN, PLEYEL UND EINER TOGGENBURGER ORGEL.

Auf Konzertreisen spielt Els Biesemans häufig auf eigenen Instrumenten. Ihre Sammlung umfasst einen Wiener Flügel von Joseph Brodmann (1824), ein Fortepiano von Ignaz Pleyel (1836) und einen Wiener Hammerflügel von Anton Walter, ca. 1805 (Nachbau P. McNulty).

Neu dazugekommen ist eine Toggenburger Haus-Orgel, eine Rarität aus dem Jahre 1780.

In Zürich, ihrem Lebensmittelpunkt, ist Els Biesemans Titularorganistin in der Predigerkirche und Bühlkirche. Seit 2013 ist sie Initiantin und Leiterin des Zürcher Fortepiano Festivals «Flügelschläge», das jedes Jahr mit einem neuartigen Konzept und renommierten Gästen die Klangwelten aus dem frühen 19. Jahrhundert wie «durch die Zeitmaschine» dem Publikum nahe bringt.

 

 

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